Archiv für Dezember 2011

Es war Ende April, ein schöner Tag, an dem mir – ganz nebenbei – die Idee kam, zu verreisen. Das Fernweh hatte mich ergriffen, beinahe unbemerkt. Die Idee war da, und sie gehörte zu mir, als wäre sie schon immer da gewesen. Es ging nicht darum, mich mit ihr anzufreunden oder auseinanderzusetzen – es ging darum, sie umzusetzen.

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Herr Christoph Martens (5.v.l.) an einem der Festtage, Weihnachten 2011.

„Von den Personen, mit denen meine Familie Umgang pflegt, haben alle den gleichen Weg bestritten: eine Jugend, in der man seine Intelligenz gewinnbringend anzulegen versucht, in der man das Studienpotential wie eine Zitrone auspreßt und sich eine Spitzenposition sichert, und dann ein ganzes Leben, in dem man sich verblüfft fragt, warum derartige Hoffnungen in einer so leeren Existenz gemündet haben. Die Leute meinen, sie verfolgen die Sterne, und dann enden sie wie Goldfische in einem Glas. Ich frage mich, ob es nicht einfacher wäre, den Kindern von Anfang an beizubringen, daß das Leben absurd ist. Das würde zwar die Kindheit um ein paar schöne Momente bringen, doch für den Erwachsenen wäre es ein beträchtlicher Zeitgewinn – ganz abgesehen davon, daß man sich mindestens ein Trauma ersparen würde, dasjenige des Goldfischglases.“
Muriel Barbery, Die Eleganz des Igels

„Ein Rabe geht im Feld spazieren. Da fällt der Weizen um!“
Helge Schneider